Grundlagen der Ernährung nach der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

"Ohne das Wissen um die richtige Ernährung ist es kaum möglich,
sich guter Gesundheit zu erfreuen"

(Sun Si Mao, berühmter chinesischer Arzt der Tang-Dynastie, 618-707 n. Chr.)

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Nahrung als Auslöser aller gesundheitlichen Probleme angesehen. Ziel der chinesischen Ernährungslehre ist es daher, den Organismus so zu stärken, dass Erkrankungen gar nicht erst entstehen können.

Die traditionelle chinesische Medizin basiert auf dem Wissen um die Lebensenergie Qi, der Philosophie von Yin und Yang und den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Gesundheit bedeutet in der TCM den freien Fluss der Lebensenergie Qi. Qi ist immer in Bewegung und stellt zwischen den Polen Yin und Yang ein Geleichgewicht her. Die Lebensenergie kann beispielsweise durch Stress, Verletzungen, Umwelt- und Klimafaktoren, Emotionen, aber auch durch ein falsches Ernährungsverhalten negativ beeinflusst werden. Das wiederum ruft dann ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang hervor.

Gesunde Körperzellen benötigen nur energiereiche, lebendige Nahrunge und Sauerstoff. Gleichermaßen wichtig ist ein funktionierendes Verdauungssystem, um die Nahrung effizient zu verwerten und in Lebensenergie umzusetzen.

Jedes Nahrungsmittel, das Sie aufnehmen, hat eine thermische Wirkung auf Ihren Organismus. Es wirkt entweder heiß, wärmend, neutral, kühlend oder kalt auf Sie. Rohkost, z. B. Tomaten und Melonen, eignet sich gut zur Erfrischung und Abkühlung, Suppen und Eintöpfe mit wärmenden Gewürzen wie Nelken und Zimt wirken eher wärmend und heiß. Alkohol und scharf gewürzte Speisen können bei Menschen, die auch sonst schon viel Hitze in sich tragen, zusätzlich Hitze auslösen.

Mit der richtigen Wahl und Zubereitung Ihrer Nahrungsmittel können Sie Ihre Lebensenergie in einem harmonischen Gleichgewicht halten und gegebenenfalls bestehende Ungleichgewichte ausgleichen.