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Muskeltraining setzt gesundheitsfördernde Botenstoffe frei

Gut trainierte Muskeln halten den Körper aufrecht, stabilisieren die Gelenke und beugen Knieschäden, Rückenschmerzen oder Schulterproblemen vor. Und nicht nur das: Forschungsergebnisse der Kopenhagener Universität belegen, dass aktive Muskeln chemische Signale freisetzen, die maßgeblichen Einfluss auf den Stoffwechsel nehmen. Diese Botenstoffe können Fettdepots auflösen, das Immunsystem positiv beeinflussen, den Blutdruck senken und Diabetes verhindern. Insgesamt sollen etwa 50 verschiedene Stoffe die Ursache dafür sein, dass Muskeltraining bei zahlreichen Krankheiten hilft.

  • Eine entscheidende Rolle spielt das Interleukin-6. Die bei Muskelbeanspruchung produzierte Substanz wirkt entzündungshemmend und schützt vor Zellschäden. Gleichzeitig verbessert sie die Aufnahmefähigkeit der Muskelzellen für den Blutzuckersenker Insulin. So wird die Bauchspeicheldrüse geschont, weil sie weniger Insulin produzieren muss.
     
  • Das Muskeltraining fördert auch die Produktion von Kollagen. Das strafft die Haut und stärkt die Sehnen, was neben dem Energieverbrauch als Ursache für eine vergleichsweise dünnere Fettschicht über größeren Muskeln gesehen wird.
     
  • Über die Sehnen führt das Training der Muskulatur auch zu einer gesundheitsfördernden Beanspruchung des Knochens: Der darauf ausgeübte Reiz verbessert die Belastbarkeit und der altersbedingte Abbau wird messbar verlangsamt. Frauen, die häufiger als Männer unter einer geringen Knochendichte leiden, werden mithilfe eines individuell abgestimmten Trainings weniger anfällig für durch Osteoporose verursachte Brüche. Darüber hinaus beugt man einer Fehlbeanspruchung des Gelenkknorpels vor.
     
  • Bei leicht erhöhtem Blutdruck wirkt regelmäßiges Training wie ein Medikament. Im Muskel entstehen neue Gefäße, alte weiten sich, das Blut fließt besser.

Krafttraining kann also viel dazu beitragen, bis ins hohe Alter vital und gesund zu bleiben. Denn Ausdauersportarten wie Joggen oder Radfahren allein bringen nicht den gewünschten Effekt für die Muskulatur. Wichtig ist, dass diese gezielt gegen Widerstand trainiert wird.

Gesundheitsförderndes Krafttraining mit professioneller Anleitung und medizinisch empfohlenen Trainingszirkeln bietet hierfür beste Voraussetzungen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußert sich positiv über den Muskelaufbau. Selbst Schwerkranke kommen sehr viel schneller auf die Beine - bei gut überwachtem und wohl dosiertem Training.


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