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Krafttraining kann indirekt die Lebenszufriedenheit stärken

Krafttraining kann die Lebenszufriedenheit steigern. Eine 2012 in der Zeitschrift für Gesundheitspsychologie veröffentlichte Studie der Technischen Universität Chemnitz zeigt einen indirekten Zusammenhang auf.

Dazu wurde an 531 Studienteilnehmern (280 Frauen und 251 Männer) untersucht, wie sich Krafttraining auf das Körperbild, die „Selbstwirksamkeitserwartung“ und die allgemeine Lebenszufriedenheit auswirken. Mit "Selbstwirksamkeitserwartung" war dabei die Erwartung eines Menschen gemeint, schwierige Situationen selbstständig meistern zu können. Probanden, die weitgehend gesund waren oder höchstens unter leichten Rückenschmerzen litten, erhielten ein präventives Krafttraining. Für diejenigen mit chronischen Rückenschmerzen oder einer anderen medizinischen Indikation wurde ein medizinisches Krafttraining angeboten. Die Übungen waren darauf ausgerichtet, die Rückenstreckmuskulatur zu stärken sowie Schultern, Brust, Rücken, Oberschenkeln und Bauch zu kräftigen. Alle Teilnehmer trainierten über sechs Monate ein- bis zweimal wöchentlich 30 Minuten lang, beim präventiven Krafttraining nach einer kurzen Einführungsphase selbstständig und beim medizinischen Krafttraining drei Monate lang unter professioneller Anleitung, anschließend nach Trainingsplan. Zusätzlich gab es zur Präventivgruppe eine Kontrollgruppe aus 105 Teilnehmern, die in diesen sechs Monaten kein Krafttraining absolvierte.

Über einen Fragebogen, der vorher, nach drei und nach sechs Monaten ausgefüllt wurde, sollte Veränderungen des Körperbildes festgestellt werden. Um das „Körperbild" zu erfassen, fragten die Autoren der Studie nach „vitaler Körperdynamik" und "ablehnender Körperbewertung", wobei unter "vitaler Körperdynamik" das Gefühl, kraftvoll und gesund zu sein, zu verstehen ist.

Im Ergebnis zeigte sich zwar kein direkter Zusammenhang mit der Lebenszufriedenheit - dafür aber ein indirekter Zusammenhang. Sowohl in der Gruppe des präventiven als auch des medizinischen Krafttrainings verbesserte sich das Körperbild der Probanden, was dann die Selbstwirksamkeitserwartungen erhöhte. Sich gesünder zu fühlen und den eigenen Körper besser annehmen zu können führte letzten Endes zu mehr Lebenszufriedenheit.


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